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Mieterverband Thurgau zählt 1347 Mitglieder

Donnerstag, 5. April 2012

Nebenkosten, Mängel an der Mietsache und Wohnungsübergabe waren 2011 beim Mieterverband Thurgau die am meisten nachgefragten Dienstleistungen. Im gleichen Zeitraum wuchs auch der Mitgliederbestand.

CHRISTOF LAMPART

WEINFELDEN. An der Hauptversammlung im Weinfelder «Trauben» konnte Heinz Herzog, der Präsident der Kantonalgruppe Thurgau, vor etwas mehr als einem Dutzend Mitgliedern für 2011 ein positives Fazit ziehen. Der Mitgliederbestand im Thurgau habe im letzten Jahr um 19 (plus 1,4 Prozent) auf 1347 Personen zugenommen. Das sei zwar weniger als 2010 (plus 5,9/134), doch sei dies ein «Ausnahmejahr» gewesen, so Hugo Wehrli, Geschäftsführer der MV Ostschweiz. Generell gelte es nach wie vor, dass sich der Mieterverband in urbanen Gegenden eindeutig leichter tue, Mitglieder zu werben, als auf dem Lande. «Wir sind im Thurgau vor allem in Arbon, Kreuzlingen, Frauenfeld und Weinfelden stark», so Herzog.

«Das ist nicht in Ordnung»

2011 habe man in der Ostschweiz den Kampf gegen eine grosse Liegenschaftsverwaltung aufgenommen, welche den Mietern ihrer Wohnungen einen überhöhten Nebenkostensatz verrechnet habe. Mittlerweile seien nicht nur aus Rapperswil, sondern auch aus Arbon Klagen von Mieter eingegangen. Es gehe nicht an, dass man 4,8 statt 3,4 Prozent abrechne. «Das sind vielleicht für den einzelnen Mieter nicht unbedingt Wahnsinnsbeträge, die er spart, aber die grosse Liegenschaftsverwaltung macht durch die Vielzahl der Mieter damit richtig Geld – und zwar unverdientes. Und das ist nicht in Ordnung», echauffierte sich Herzog.

Vernetzung vorangetrieben

Positiv sei gewesen, dass der Mieterverband den Kontakt zu den Schlichtungsbehörden vertiefen konnte. Ein erstes Treffen mit zwanzig Schlichterinnen und Schlichtern habe stattgefunden. Der Wunsch, den Austausch weiterzuführen, sei auf beiden Seiten vorhanden, so Herzog.

Die Rechtsberatungen waren auch 2011 beliebt, doch schwankte die Zahl der Besucher erheblich. Die am meisten nachgefragten Themen betrafen die Nebenkosten, Mängel an der Mietsache und die Wohnungsübergabe. Insgesamt wurden 3000 Anfragen beantwortet. «Dem Beratungsteam ist es sicher nicht langweilig geworden», so Herzog. Mit Pina Angioletta Buonanno und Anna Ferrante traten zwei langjährige Vorstandsmitglieder zurück, für die bis anhin noch kein Ersatz gefunden werden konnte.