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Australische Weine im Romanshorner Hafen

Freitag, 1. April 2011

Exklusiv, aber nicht elitär – so lässt sich auf einen Nenner bringen, was die Scherzinger Weinkellerei Rutishauser Barossa an den vergangenen zwei Tagen ihren Kunden und Freunden in Sachen Produzentenshow auf der MS Sonnenkönigin in Romanshorn bot.

CHRISTOF LAMPART

Der Anlass war ein ebenso gediegener wie seltener: nämlich ein 125. Geburtstag. Dieses Wiegenfest feierte das Scherzinger Weinhandelshaus nun während zweier Tage auf dem noblen Eventschiff  MS Sonnenkönigin im Hafen Romanshorn und – erntete dafür reihum viele Komplimente.

Nach Europa gereist

Wer konnte, kam – und das schon frühzeitig. Denn bei täglich 600 Einladungen drängten sich schon bald einmal viele Gäste durch die Gänge der drei Etagen. Eng auf Eng ging’s zuweilen her, balancierte man mit einem bauchigen Rotweinglas und einem schnöden Pappbecher ausgestattet durch die Decks. Darunter war auch viel fachkundiges Publikum. Klar, dass man hier „degustierte“ und  nicht „probierte“. Trotzdem war dieser Anlass alles andere als abgehoben – wohl aber von erstaunlichem Niveau. Über 30 Produzenten aus aller (Wein-)Welt, welche für den Anlass eigens aus Australien, Amerika, Südafrika und ganz Europa angereist kamen, waren dafür besorgt, dass bei den Gästen ein perfektes Wohlgefühl herrschte. „Genau so haben wir es uns vorgestellt“, strahlte denn auch „Rutishauser“-Geschäftsführer Reto Grubenmann über beide Wangen, welcher an diesen Tagen im wahrsten Sinne des Worte alle Hände voll zu tun hatte, galt es doch unzählige Freunde und Bekannte zu begrüssen.

„Am liebsten mit meiner Frau“

Drei Decks, vollgepackt mit Ständen, die alle mit edlen Tropfen aufwarteten – da war klug beraten, wer nicht schon früh aufs „Ganze“ ging, sondern zuerst einmal eine Runde drehte, sich einen Überblick verschaffte. Dort ein Schlückchen, da ein Gläschen – der Rebensaft ist überall ein Thema. Auch bei Ernst Möhl. Der CEO des thurgauischen Apfelsaft-Imperiums („Shorley“) ist vom Event „absolut begeistert“, zumal er auch einem guten Schluck nicht abgeneigt ist. „Wenn ich auswärts Essen gehe, trinke ich gerne einen passenden Wein zum Essen. Und das am allerliebsten mit meiner Frau“. Zum Apéro greift er jedoch gerne, wann immer das möglich ist, auf Alkoholfreies aus dem eigenen Haus zurück. „Schliesslich muss man ja dann meistens noch nach Hause fahren.“

Mit dem Zug zum Schiff

Dieses „Fahr-Problem“ hatte die Organisatoren elegant gelöst, lag doch die MS Sonnenkönigin gerade vor dem Romanshorner Bahnhof vor Anker. Kein Wunder, dass es ringsherum viele freie Parkplätze hat, reisten doch viele mit dem Zug an. „Da komme ich wieder sicher nach Hause, wenn ich in einem solchen Zustand sein sollte, dass ich meinen Wagen nachher nicht mehr finden sollte“, lacht ein nicht namentlich genannt sein wollender Thurgauer Kantonsrat. Und auch der St. Galler Schauspieler, Regisseur und Komödiant Florian Rexer erachtet diesen Umstand als „sehr gediegen“, denn: „Hier können die Gäste durch den direkten Bahnanschuss unbeschwert geniessen, ohne es nachher bereuen zu müssen.“ Er selbst trinkt gerne „mit meiner Freundin zusammen mal einen guten Wein.“ Generell, so philosophiert Rexer, sei bewusster Weingenuss für ihn eine Lebenshaltung und ein schöner Luxus. „Ich finde es wunderschön, dass so eine Feier nicht einfach in einem Festzelt, sondern in einem so prächtigen Ambiente stattfindet. Damit wird man einem solch edlen Getränk gerecht“, so Rexer.

Senn: Von Emotionen geleitet

Letzteres hat auch dem Romanshorner Gemeindeammann Norbert Senn angetan. Für ihn, so lässt er einen wissen, sei „immer auch die Umgebung für einen Genuss entscheidend.“ Gerne trinke er ein Gläschen mit seiner Frau oder mit Freunden in einer geselligen Runde, aber das tue ja wohl jeder gerne. Er selber sei zwar nicht der grosse Weinkenner, doch lasse er sich bei seinem Entscheid für oder gegen einen Wein gerne von Emotionen leiten. „Wenn ich mit einer Feriengegend positive Erinnerungen verbinde, so kann es schon vorkommen, dass ich ein paar Flaschen als schönes Souvenir mitnehme“, so Senn.

 

 

 

 

 













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