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Vollblut-Musiker und «Stille Nacht»

Donnerstag, 2. Januar 2014

Mit einem ebenso aufwendigen wie überzeugenden Weihnachtskonzert überraschte die «Perlavita Rosenau», Kirchberg, auch in diesem Jahr ihre Gäste. Die Original Swiss-Tenors und die HGH-Band traten auf.

CHRISTOF LAMPART

 KIRCHBERG. «Weihnachten ist ein besonderes Fest – auch bei uns in der <Perlavita Rosenau>. Das wollen wir unseren Gästen, aber auch unsere auswärtigen Freunden mit diesem Nachmittag vermitteln», erklärte der gutgelaunte Direktor der «Perlavita Rosenau», Klaus Hornauer. Tatsächlich war, obwohl der organisatorische, zeitliche und personelle Aufwand für diesen Anlass beträchtlich sind, nirgends Hektik oder gar Stress auszumachen. Es war ein Event wie gemacht zum Wohlfühlen.

Grosse Bandbreite

Das mag mitunter auch an den überzeugenden Auftritten der Künstler gelegen haben. Die beiden Tenöre Andri Calonder und Enrico Orlandi gaben mit Witz, Charme und grossem Können ein Weihnachtskonzert zum besten, das nicht einfach bei den deutschsprachigen Weihnachtsliedern aufhörte. Begleitet von ihrem langjährigen Partner Gordon Schultz (Klavier) und dem erstmals in der «Rosenau» auftretenden jungen Violinisten Valentin Akcag, spannten die Künstler einen Bogen, der von der Klassik, dem biedermeierlichen Liedergut bis hin zu Gospel und US-amerikanischen Liedern führte. Da waren gemeinsam mit dem Publikum gesungene Weihnachtslieder wie «Stille Nacht» oder «O du fröhliche» ebenso zu hören wie Amerikanisches wie «Rudolph, the rednosed reindeer» oder «Santa Claus is coming to town».

Jazz und Csárdás

Auch die Instrumentalisten konnten solistisch ihr Können unter Beweis stellen. Während Gordon Schultz eine von ihm selbst verfasste Jazz-Version des Gospels «Amazing Grace» zum besten gab, brillierte der junge Valentin Akcag mit einer sehr ausdrucksstarken und frischen Interpretation von Vittorio Montis wohl berühmtesten Werk, den unsterblichen «Csárdás». Weniger auf Verinnerlichung denn auf ungekünstelter Lebensfreude war dieser Beitrag angelegt, der vom Publikum – es waren über 80 Personen im Mehrzweckraum – mit einem warmen Applaus bedacht wurde.

Eigentlich zwei Konzerte

Das galt aber auch für alle anderen Auftretenden. Beispielsweise für die Mitglieder der Vorarlberger HGH-Band. Die Buchstaben stehen für die Namen der drei Vollblutmusiker und bedeuten zweimal Heinz und einmal Günter. Zusammen ergeben sie ein Trio, das auch im Rahmen der konzertanten «Rosenau»-Weihnachtsfeier stets den richtigen Ton traf.

Nicht nur Hintergrundmusik

Die HGH-Band spielte im Anschluss an das eigentliche Konzert beim Apéro riche auf, welcher allen Konzertbesuchern gereicht wurde. Dabei entpuppte sich der Vortrag schon fast mehr als ein zweites Konzert denn «nur» als normale Hintergrundmusik, dermassen professionell gingen die Musiker ans Werk. Das Publikum musste so sein Kommen mitnichten bereuen.