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Thurgau: Jung-BDP soll im 2014 gegründet werden

Mittwoch, 8. Januar 2014

Die BDP Thurgau erachtet die eigenen Jungen als gut integriert. Dennoch soll im 2014 eine Jung-BDP gegründet werden. Damit junge Menschen auch untereinander Themen diskutieren können, die sie interessieren.

CHRISTOF LAMPART

 WEINFELDEN. Ursprünglich, so erklärte BDP-Kantonalpräsident Pascal Bertschinger am Montag im Weinfelder «Eigenhof», habe man es für nicht als nötig erachtet, eine eigene Jungpartei zu gründen, da «die Jungen in der Mutterpartei gut integriert sind». Es habe sich jedoch, so der 27jährige Bezirkspräsident des Bezirks Frauenfeld, Lukas Loehle, gezeigt, dass «es einige Junge gibt, die gerne mit Gleichaltrigen Themen diskutieren, die besonders für ihre Altersgruppe wichtig sind». Er selbst stelle sich fürs Präsidentenamt zur Verfügung, sagte Loehle.

Ein Trumpf für die Wahlen?

Über die Anzahl der Mitglieder der Jung-BDP könne er jedoch gegenwärtig genauso wenig sagen wie über den Gründungstermin. «Wir müssen zuerst einmal schauen, wer überhaupt mitmacht, bevor wir irgendwelche Zahlen bekanntgeben», erklärte Loehle. Gegenwärtig zählt die BDP Thurgau rund 100 Mitglieder. Dass eine Jung-BDP mangels genügend Interessenten nicht zustande kommen könnte, befürchtet Kantonsrat Roland A. Huber nicht. An diversen Infoanlässen sei die BDP immer wieder von Jungen darauf angesprochen worden, warum sie denn keine Jungpartei habe, erklärte Huber. Für Pascal Bertschinger ist eine Jung-BDP zudem ein weiterer Trumpf, um bei den nächsten Wahlen auf Gemeinde-, Kantons- und Landesebene noch mehr Stimmen zu generieren. «Als Motiv für die Gründung einer Jung-BDP steht sicher die Politisierung von Jungen im Vordergrund, aber wenn wir mit einer Jung-BDP-Liste noch zusätzlich Wähleranteile hinzugewinnen können, so sagen wir sicherlich nicht Nein.»

BDP beruft Fachkommissionen

Ein ebenso wichtiges Projekt ist die Bildung von parteiinternen Kommissionen. Wie Kantonsrat und Fraktionschef Andreas Guhl erklärte, soll mit der Einsetzung von Fachkommissionen die Basis zur «vertieften Bearbeitung von Themen» gelegt werden. Davon verspreche er sich eine noch bessere Vernetzung von Basis und Parteispitze. Die Kantonsräte könnten so vom Wissen anderer Parteimitglieder und externer Experten profitieren. Auch sei ihm die Einführung einer Fachstelle Langsamverkehr ein «wichtiges Anliegen», erklärte Guhl. Generell will die BDP Thurgau der Verkehrspolitik auch in diesem Jahr gebührende Beachtung schenken. Denn es könne nicht sein, dass nach dem scheinbaren Aus der Bodensee-Thurtalstrasse «die ganze Problematik nun für die nächsten Jahrzehnte ungelöst bleibt», so Vizepräsident Jürg Schumacher.

Arbeitnehmer statt IV-Bezüger

Helfen will die BDP Thurgau auch jenen, die auf die Schaffung eines niederschwelligen Berufsausbildungsangebots angewiesen sind. Erreicht werden soll auf Kantonsebene die Weiterführung der Anlehre für junge Erwachsene mit Lerndefiziten oder gewissen Handicaps. Eine entsprechende Motion hat Roland A. Huber bereits bei der Kantonsregierung eingereicht. Im Grunde wäre es wünschenswert, wenn die Anlehre zugunsten des Eidgenössischen Attests gestrichen werden könnte. Die Praxis habe jedoch gezeigt, dass bei weitem nicht alle, die eine Anlehre erfolgreich absolvieren, auch eine Attestausbildung meistern könnten, sagte Huber.