Aktuell

<  zurück zur Übersicht

Nur ein Sturm im Wasserglas bei der Raiffeisenbank am Bichelsee

Montag, 30. April 2012

An der GV der Raiffeisenbank am Bichelsee war der Wegzug vom Stammsitz nach Turbenthal nur noch am Rande ein Thema.

CHRISTOF LAMPART

TÄNIKON. Wer dachte, dass es an der Generalversammlung der Raiffeisenbank am Bichelsee wegen des Umzugs der Filiale von Bichelsee nach Turbenthal richtig krachen würde, sah sich am Freitagabend in Tänikon eines besseren belehrt. Die Kulisse für einen Schlagabtausch war da. Die Security-Leute am Zelteingang vermittelten einem das Gefühl, also wohne man nicht der gemütlichen Jahresversammlung einer Landbank, sondern einer ganz wichtigen und umstrittenen Entscheidung bei.

An der Petition festhalten

Auch der Aufmarsch von 730 Genossenschaftern im Festzelt wäre geradezu optimal gewesen, um noch einmal Opposition gegen den Umzug zu machen. Doch schliesslich war es einzig der Eschliker CVP-Kantonsrat und Präsident des Bezirksgerichts Münchwilen, Alex Frei, der sich gegen die Verlegung wehrte. Er wies die Einschätzung des Präsidenten des Verwaltungsrates Markus Krapf zurück, wonach die Genossenschaft den Wandel von der lokalen zur regionalen Bank und den Umzug nach Turbenthal stets offen kommuniziert habe.

Dass die Raiffeisenbank am Bichelsee auf Druck von aussen nun zumindest die historische Bedeutung von Bichelsee für die Raiffeisen-Bewegung aufarbeite, sei zwar ein Erfolg für die Petitionäre, doch damit sei «die Petition noch nicht vom Tisch», sagte Frei.

An den Rand gedrängt

Nun soll der Gründungsort an den Rand gedrängt werden. «Das ist ein Verhalten, das wir nur von Grossbanken kannten. Wir haben bisher erfolgreich in Bichelsee geschäftet – machen wir doch weiter so», forderte Frei.

Da darauf niemand mehr das Wort wünschte, verdankte Krapf Freis Votum kurz und ging zum nächsten Traktandum über.